Christian Senft ist Vize-Weltmeister im Poomsae Taekwondo

Hamelner feiert den bisher größten Erfolg seiner erfolgreichen Sportkarriere in Taiwan

Taipeh. Vom 15. bis 18. November 2018 fand in Taipeh (Taiwan) die Weltmeisterschaft im Taekwondo Poomsae statt. Im deutschen Poomsae-Nationalkader vertreten war als einer der besten Sportler Deutschlands Christian Senft, Vorsitzender und Cheftrainer vom Redfire Kampsport Team e.V., ebenso wie seine beiden jungen Sportlerinnen Annika Schendler und Anna-Monika Siepmann. Die von der Deutschen Taekwondo Union (DTU) entsandten dreiundzwanzig Athletinnen und Athleten wurden in Taipeh tatkräftig von einem fünfköpfigen Team aus Organisatoren, Trainern und Physiotherapeuten betreut. Über 1.250 Sportlerinnen und Sportler aus insgesamt über 50 Nationen traten in 36 Einzelwettkämpfen gegeneinander an.

Christian Senft startete am ersten Wettkampftag mit seinen Teamkollegen Michael Bußmann und Kai Müller. Die drei errangen bei sehr guter Präsentation Platz 5 und verpassten somit knapp die Bronze-Medaille. Gold holte sich in dieser Kategorie das Herren-Team aus Korea. Am zweiten Wettkampftag war Christian Senft nach seinem Teamstart vom Vortag im Einzel glänzend aufgelegt, 25 Sportler gingen in dieser Wettkampfklasse an den Start. Mit hoher Konzentration steigerte er sich von Runde zu Runde und sicherte sich problemlos einen Platz unter den besten acht Sportlern. Die Konzentration sollte auch keinen Prozent nachlassen: Das erste Battle gegen den Schweden Ji-Pyo Lim gewann er, ebenso wie das zweite gegen den Spanier Patrico Martinez Cano. Auch im Finale gegen den Koreaner Jae Sam Song überzeugte er, musste sich dann aber schließlich doch noch ganz knapp geschlagen geben. Damit ist Christian Vize-Weltmeister!

Annika Schendler (Einzel bis 17 Jahre) bewies bei ihrem WM-Debut in der mit 38 Starterinnen am stärksten besetzten Wettkampfklasse gute Nerven und zog mit ihren dynamischen Techniken in die zweite Runde ein. In einem der hochklassigsten Halbfinale des gesamten Turniers zeigte sie nochmal mutig hohe Kicks. Leider reichte es dennoch nicht für den Einzug in das Finale. Am Ende kam sie auf Platz 12 und zeigte sich ebenso wie ihr Trainer Christian Senft als drittbeste Europäerin sehr zufrieden.

Auch Anna-Monika Siepmann konnte sich am vierten und letzten Tag der Weltmeisterschaften sehr gut präsentieren, es galt sich gegen 32 Starterinnen zu behaupten. In der Vorrunde zeigte Anna sehr gute Formen, mit ihren Präsentationswerten lag sie zunächst in ihrer Gruppe weit vorne. Leider waren alle Athletinnen, gegen die Anna antreten musste, sehr leistungsstark, so dass sie das Halbfinale ganz knapp um eine Platzierung verpasste.

Die drei Taekwondo-Sportler aus Lauenau sind sehr zufrieden mit diesem Abschneiden. Für Annika und Anna war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft „ein unvergessliches Erlebnis mit bleibenden Eindrücken und Erfahrungen“, so Christian Senft. Er selbst ist extrem glücklich über den Titel des Vize-Weltmeisters, bei seinem fünften Anlauf auf einer Weltmeisterschaft zahlt sich die harte Arbeit nun endlich einmal aus: „Neben dem Beruf als Lehrer, der Vorstandsarbeit als Vorsitzender des Vereins und auch als Trainer der Leistungsgruppe aus Bad Münder waren die letzten Monate eine körperliche und psychische Herausforderung für einen Amateursportler wie mich. Immer mehr Länder trainieren professionell, sechs bis acht Stunden Training täglich sind keine Seltenheit, internationale Erfolge sind so immer schwieriger zu erreichen. Umso mehr freuen wir uns alle über diesen Erfolg!“.

Die Bundestrainer des Poomsae-Nationalkaders, Daniela Koller und Hado Yun, ziehen das Fazit, dass insgesamt die Leistungen aus dem Training gut in den Wettkampf übertragen werden konnten. Manchmal fehlte einfach das letzte Quäntchen Glück. Auf der anderen Seite ist auch bei dieser Weltmeisterschaft deutlich zu erkennen, dass die Leistungsspitze immer breiter wird, da zunehmend mehr Nationen Poomsae professionell trainieren. Dieses spiegelt sich eindeutig im Medaillenspiegel wieder. Korea dominierte diese Weltmeisterschaft mit 23 Gold-, 5 Silber- und 1 Bronzemedaille, gefolgt vom Gastgeber Taiwan mit 3 Gold-, 8 Silber- und 12 Bronzemedaillen. Deutschland errang in der Länderwertung Platz 6, mit einer Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen konnte ein tolles Ergebnis erreicht werden.

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